MINERALOGIE
Bernstein ist ein jahrmillionenalter sogenannter Biolith (bios - Leben, lithos - Stein), da seine Substanz von lebenden Organismen gebildet wird, es handelt sich um versteinerte Harze von Bäumen der Urzeit. Die Berstein liefernde Kiefer Pinus succinifera wird als Mutterbaum des Ostsee-Bernsteins beschrieben. Inklusen sind die darin vorkommenden eingeschlossenen urzeitlichen Pflanzen oder Tiere.
Bernsteinfunde gibt es in allen Kontinenten, außer der eisbedeckten Antarktis, die ältesten Vorkommen sind im Erdaltertum entstanden. Der wohl berühmteste aller Bernsteine ist der Baltische Bernstein, dessen Name aus dem mare balticum abgeleitet wird, der ursprünglichen Bezeichnung der Ostsee. Häufig ist in den Überlieferungen auch vom Gold des Nordens die Rede. Die ergiebigste Fundregion liegt dabei um Königsberg im Gebiet des früheren Ostpreußen und der Samlandküste.
Das Besondere an Bernstein ist neben seiner Individualität und seiner paläogeologischen Bedeutung auch die ungeheure und faszinierende Vielfalt von Farben, die sich im Laufe der Jahrmillionen der Entstehung je nach Art und Weise der Kristallisierungsbedingungen entwickelt hat. Das Farbspektrum erstreckt sich von Gelb, Weiss, Rot und Grün über Blau, Braun und Schwarz bis zu Silber und Gold, wobei neben einer vorherrschenden Grundfarbe auch faszinierende Farbmischungen innerhalb eines Steins durchaus typisch sind.
